Ein Backstagefoto hat für RM eine symbolische Konsequenz: Die US-amerikanische Organisation The Pixel Project setzte seinen Eintrag in ihrer eigenen Rollenmodell-Ehrenliste auf unbestimmte Zeit aus. Wichtig dabei: RM wurde kein offizieller Preis oder Titel aberkannt. Es geht ausschließlich um eine privat geführte Liste der gemeinnützigen Initiative gegen Gewalt an Frauen.
Auslöser war ein Konzertbesuch in Toronto. RM und J-Hope besuchten am 12. August eine Show von Chris Brown und Usher. J-Hope veröffentlichte Ausschnitte des Abends auf Instagram; anschließend erschien auf Chris Browns Account ein Backstagefoto mit den beiden Mitgliedern von BTS. Wie das Treffen zustande kam, ist nicht öffentlich bekannt:
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The Pixel Project hatte RM 2024 in die fünfte Ausgabe seiner Liste mit 16 männlichen Rollenmodellen aufgenommen. Begründet wurde die Auswahl unter anderem mit seiner früheren Auseinandersetzung mit sexistischen Texten, seiner Unterstützung von Künstlerinnen und Autorinnen sowie seiner öffentlich sichtbaren persönlichen Entwicklung.
In einer Stellungnahme vom 19. August erklärte die Organisation nun, das Foto und das bislang ausgebliebene öffentliche Statement seien nicht mit ihrer Arbeit vereinbar. Deshalb werde der Eintrag ausgesetzt und ein älterer Begleittext überarbeitet. Die Entscheidung stammt allein von The Pixel Project und ist keine Maßnahme von BigHit Music, HYBE oder einer offiziellen Preisorganisation.
Der Hintergrund der Kritik ist ernst: Chris Brown bekannte sich 2009 schuldig, seine damalige Partnerin Rihanna tätlich angegriffen zu haben. Genau deshalb sehen einige Fans schon die öffentliche Nähe zu ihm kritisch. Andere warnen davor, aus einem Konzertbesuch und einem Foto automatisch Unterstützung für alle Handlungen einer Person abzuleiten.
Bis zum 23. August liegt kein öffentlich dokumentiertes Statement von RM, J-Hope, BigHit Music oder HYBE zu der Kritik vor. Damit bleibt auch offen, wie die beiden Musiker das Treffen selbst einordnen. Spekulationen über ihre Motive wären deshalb nicht fair.
Für BTS Verträge, Konzerte oder offizielle Auszeichnungen hat die Entscheidung keine bekannten Folgen. Der Fall zeigt aber, wie schnell ein einzelnes Bild eine größere Debatte über Vorbildwirkung, öffentliche Verantwortung und die Grenzen von Faninterpretationen auslösen kann.
