Eine ehemalige Mine nahe Seoul wird im August zu einem ungewöhnlichen Rückzugsort. Die Gwangmyeong Cave öffnet zwei Bereiche, die Besucher normalerweise nicht betreten können, für Meditation in nahezu völliger Dunkelheit und moderierte Musikerlebnisse tief im Berg.
Die Anlage wurde ab 1912 als Erzmine erschlossen. Dort wurden unter anderem Gold, Silber, Kupfer und Zink gewonnen. Nach der Schließung 1972 dienten Teile der Stollen zeitweise als Lager für gesalzene Garnelen. Seit 2011 wird das Gelände schrittweise als Kultur- und Besucherattraktion genutzt.
Beim Programm Dark Immersive Meditation liegen jeweils höchstens zehn Erwachsene auf Sitzsäcken in einem sonst gesperrten oberen Tunnel. Gedämpftes Licht, elektronische Klänge und die natürliche Akustik der Höhle begleiten die ungefähr 30-minütige Einheit. Strenge Atemübungen gibt es nicht – selbst Einschlafen ist ausdrücklich erlaubt. Eindrücke davon zeigt ein offizielles Reel:
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Die Meditation wird bis zum 30. August an fünf Terminen pro Tag angeboten, montags ausgenommen. Der Eintritt kostet laut Veranstalter 15.000 Won und umfasst auch den regulären Höhlenbesuch. Reservierung und Altersvorgaben sollten Interessierte vor der Anreise noch einmal auf der offiziellen Seite prüfen.
Daneben verwandelt die Reihe Dark Music Stage einen weiteren, sonst geschlossenen Tunnel in einen Hörraum für bis zu 50 Personen. Gastgeber – darunter der bekannte Musikkritiker Lim Jinmo – stellen persönliche Playlists vor und sprechen mit dem Publikum über die ausgewählten Stücke. Die Veranstaltungen finden an zwei Augustwochenenden statt:
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Insgesamt erstreckt sich das Stollensystem über rund 7,8 Kilometer, von denen etwa zwei Kilometer regulär zugänglich sind. In der Höhle herrschen ganzjährig ungefähr 12 bis 13 Grad. Zum normalen Angebot gehören Lichtinstallationen, ein Aquarium, ein Weinbereich und große Fantasyfiguren.
Die Dunkelprogramme sind zeitlich begrenzte Kulturerlebnisse und keine medizinische Therapie. Gerade diese Mischung aus Industriegeschichte, Kühle, Stille und ungewöhnlicher Inszenierung macht die Gwangmyeong Cave aber zu einem spannenden Ausflugsziel abseits der klassischen Seoul-Route.
