Geschichte

Koreakrieg

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Um ein Verständnis dafür schaffen zu können, was genau zur Zeit des Koreakriegs geschehen ist und wie es überhaupt erst dazu gekommen ist, benötigt es ein wenig Hintergrundwissen, auf das wir zunächst eingehen werden. Wer sich bis dato darüber gewundert hat, weshalb man in Korea eher weniger über die Judenverfolgungen und allgemein Deutschlands sowie Europas Geschichte im Zweiten Weltkrieg lernt, wird durch diese Zusammenfassung schon bald feststellen, dass das Land zu jener Zeit mit ganz eigenen, einschneidenden Politproblemen beschäftigt war.

Wir schreiben das Jahr 1945, es ist Juli und wir befinden uns in Potsdam. Die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs kommen zu ihrer letzten gemeinsamen Konferenz zusammen. Stalin, Truman und Churchill verhandeln über die Zeit nach dem Ende des Krieges. Zwar hat Nazi-Deutschland bereits kapituliert, doch auf der anderen Seite des Globus ist der Weltkrieg noch in vollem Gang. Im Pazifik führen US-amerikanische Truppen einen zähen Kampf gegen Japan. Ihre Verluste sind enorm.

Um das Kaiserreich endgültig in die Knie zu zwingen, hatte Truman den sowjetischen Diktator Stalin dazu bewegt, Japan ebenfalls den Krieg zu erklären. Nach dem Sieg über Japan werde er dafür große Einflussgebiete in Ostasien erhalten; Japans ehemalige Kolonialgebiete. Stalin nimmt an.

Man muss an dieser Stelle wissen, dass sich Japan, aufgrund der Tatsache, dass sie ein großjapanisches Reich schaffen wollten, relativ weit im Krieg ausgedehnt hat; dies erstreckt sich bis nach Südostasien, weit nach China hinein. Es geht bis an die sowjetische Grenze hinauf. Auch Korea ist 1945 noch das Kolonialgebiet der Japaner. Man weiß allerdings nicht genau, wie lange man noch in Japan kämpfen muss. Unter anderem wird davon gesprochen, dass die Kämpfe möglicherweise bis 1949 andauern werden. Man ist sich darüber bewusst, dass diese sehr fanatisch sind, was im Grunde genommen auch die Vorüberlegung für die Verwendung der Atombombe gewesen ist.

Der Zweite Weltkrieg wird mit einer Waffe von ungeheurer Zerstörungskraft beendet und der Kalte Krieg hat begonnen.

Die Rote Armee stößt in den Nordosten Chinas, die Mandschurei vor und begibt sich bis weit hinein nach Nordkorea. Einige wenige gelangen bis nach Seoul. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die amerikanischen Soldaten noch tausende von Kilometern vom koreanischen Festland entfernt sind.

Stalin will sich seinen Teil der Kriegsbeute nicht entgehen lassen. Der Nicht-Angriffs-Pakt, den er mit Japan geschlossen hat, ist nur noch Makulatur. Zwei Tage nach dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima startet Alexander M. Wassilewski die sowjetische Offensive gegen das ostasiatische Kaiserreich; die Operation Auguststurm. 80 Divisionen mit 1,5 Millionen Soldaten und über 5000 Panzern dringen in die Mongolei und in die Mandschurei vor. Tatsächlich haben die japanischen Besatzungstruppen der gut ausgerüsteten Armee nicht viel entgegenzusetzen. Die Kapitulation geschieht innerhalb einer Woche. Selbst nach dieser Kapitulationserklärung rücken die sowjetischen Streitkräfte weiter vor und besetzen nun Teile der Mongolei sowie der Mandschurei, heißt es damals in den Nachrichten.

Am 18.08.1945 landen Truppen in drei groß angelegten Aktionen im Nordwesten der koreanischen Halbinsel. Dann marschieren die ersten Einheiten der Roten Armee in Richtung Pyongyang. Die sowjetischen Eroberer beginnen unverzüglich mit der Entwaffnung der japanischen Besatzungstruppen. Die ehemaligen Kolonialherren werden gefangen genommen. Tausende koreanische Zwangsarbeiter werden von der Roten Armee befreit.

Am 24.09.1945 marschieren die siegreichen sowjetischen Truppen in Pyongyang ein. Erste Truppenteile der Roten Armee hatten bereits sechs Wochen zuvor, am 10.08.1945 die koreanische Grenze im Norden des Landes überschritten und waren in Richtung Süden marschiert. Noch am selben Tag entscheidet man in Washington, ebenfalls einen Teil des Landes zu besetzen. Eine geeignete Zonengrenze ist schnell festgelegt…

Die Grenzlinie, welche die Koreanische Halbinsel in Nord und Süd teilt, besteht bekanntlich heute noch. In Amerika hat sich ein Komitee eingefunden, bestehend aus den wichtigsten politischen Personen; unter anderem das Pentagon. Binnen weniger Minuten wird festgelegt, wo man die Grenzlinie zieht.

Da sich die Hälfte der Landesfläche von Korea etwa beim 38ten Breitengrad befindet, wurde hier die Grenze gezogen. So soll nicht nur Amerika, sondern auch Stalin zufriedengestellt werden, indem das Land quasi gerecht aufgeteilt wird.

Am 02.09.1945 trifft eine japanische Delegation auf dem Schlachtschiff USS Missouri ein. Als Oberkommandierender der alliierten Mächte nimmt der General Douglas McArthur die Bedingungslose Kapitulation des japanischen Kaiserreichs entgegen. Damit ist der letzte Akt des Zweiten Weltkriegs beendet. McArthur befehligt nun die Besatzungstruppen im japanischen Kaiserreich; samt seiner Kolonialgebiete.

Japan war keine sehr freundliche Kolonialmacht. Seit 1910 war Korea von ihnen besetzt und ausgebeutet worden. Und das in einer Art und Weise mit Zwangsarbeiten, die das Opfer forderte, dass am Ende des Krieges knapp 80% der Koreaner weder lesen noch schreiben konnten.

Schließlich endet am 09.09.1945 die japanische Herrschaft auch in Korea. In Seoul unterzeichnet Vizeadmiral Amagashi die Kapitulation zur Urkunde. Der amerikanische General John R. Hodge unterzeichnet für die Vereinten Nationen. Die japanische Flagge wird eingeholt, 23 Millionen Koreaner werden von der japanischen Unterdrückung befreit, gegen die sie nie die Möglichkeit hatten, zu kämpfen. Die geschlagenen japanischen Truppen müssen unter den Augen ihrer ehemaligen Untergebenen ihre Posten räumen. Erleichtert sehen die Koreaner ihre verhassten Unterdrücker abziehen. Zehtausende Landsleute waren von ihnen als Zwangsarbeiter verschleppt, Hunderttausende Frauen als Zwangsprostituierte versklavt worden. Mithilfe der amerikanischen Truppen sollen die Koreaner nun eine Zivilverwaltung aufbauen. Doch schon bald drohen die US-Militärs an ihrer eigenen Besatzungspolitik zu scheitern… In Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten belassen sie viele Japaner auf ihren Verwaltungspositionen – und deren ehemalige Kollaborateure.

Die Illusion der Freiheit hält leider nur kurz. Auch die neuen Besatzer zwingen der Bevölkerung ihren Willen auf. Der von den US-Truppen aufgestellte Polizeiapparat beginnt unverzüglich damit, sogenannte linke Aktivitäten zu unterdrücken. Forderungen nach nationaler Unabhängigkeit sollen im Keim erstickt werden. Die Demarkationslinie am 38ten Breitengrad wird unterdessen von den Sowjets zu einer unüberwindlichen Grenze ausgebaut, deren Überquerung eine Erlaubnis bedarf. Die wirtschaftliche Lage des Landes verschlechtert sich rapide.

Douglas McArthur berichtet nach Washington, Korea treibe auf einen politischen und wirtschaftlichen Abgrund zu.

Als am 27.12.1945 die Außenminister der Sowjetunion, Großbritanniens und der USA in Moskau zu einer Konferenz zusammenkommen, wird auch die desperate Lage Koreas auf die Tagesordnung gesetzt. Eine provisorische, demokratische Regierung in Korea wird vereinbart. Die USA sehen von ihrem ursprünglichen Plan, den Staat erst in dreißig Jahren in die Selbstständigkeit zu entlassen, ab. Man einigt sich darauf, dass die ehemalige japanische Kolonie nun bereits innerhalb von fünf Jahren eine eigenständige Regierung aufbauen soll.

Es wird eine sowjetisch-amerikanische Kommission für Korea eingerichtet. Am 20.03.1946 tagt diese zum ersten Mal. Auf sowjetischer Seite führt General Trinti Dukov die Verhandlungen, auf der amerikanischen General John R. Hodge. Er ist zu diesem Zeitpunkt der Oberbefehlshaber der US-Truppen in Korea. Schnell stellt sich heraus, dass die beiden Parteien keinen Konsens finden werden.

Die sowjetische Propaganda zieht alle Register. Bei einem der Großaufmärsche tritt auch Kim Ilsung ins Rampenlicht. Er ist von Moskau zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Nordkoreas ernannt worden. Wie Kim werden auch andere an der moskauer Universität geschult; nicht nur in ihren Fachgebieten, sondern vor allem zu Nachwuchskadern.

Üppige Wirtschaftshilfen fließen aus Russland in den Staat am Rande des asiatischen Kontinents. Allmählich dämmert es den Amerikanern, dass das so nicht gut geht und man erkennt, dass dieses Korea sozusagen zu einem zentralen Schauplatz; zu einem biologischen Kampfort zwischen zwei Systemen wird. Denn die Voraussetzungen sind alle gleich; 80% der Bürger sind Analphabeten und nun wird sich zeigen, welches System hier besser wäre; das kommunistische oder das eigene. Fortan investieren auch die USA in diesen Wettbewerb und unterstützen Südkorea mit Wirtschaftshilfen im Wert von jährlich hunderttausend Dollar.

Truman ordnet an, dass General Hodge die Männer und Mittel erhält, die er braucht, um seine Ziele durchzusetzen.

Dennoch verschlechtert sich die Lage rapide. Korruption, Schwarzhandel und Streiks lassen die Wirtschaft nahezu komplett zusammenbrechen. Auch die politische Spaltung Koreas wird immer tiefer. Im Januar 1947 steht das Land kurz vor einem Aufstand. Noch wagen es südkoreanische Kommunisten, öffentlich für ein vereintes Korea kommunistischer Prägung zu demonstrieren und den Abzug der Besatzungstruppen zu fordern. Bald beginnen die unter der Aufsicht der amerikanischen Truppen stehenden Polizeitruppen, massiv gegen linke Demonstranten vorzugehen. Jede kommunistische Strömung soll im Keim erstickt werden.

Es kommt zu Massenverhaftungen und Gewalttaten. In einigen Fällen zu willkürlichen Erschiessungen und Massakern an denen, die als Anhänger der kommunistischen Partei verdächtigt werden. Doch bald beginnen auch die rechts gerichteten Nationalisten den zügigen Abzug der Besatzungstruppen in beiden Landesteilen und die Unabhängigkeit Koreas zu fordern. In Washington sieht sich die amerikanische Regierung gezwungen, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen.

Am 12.03.1947 hält der Präsident der Vereinigten Staaten vor dem Kongress die Rede, die als Truman Doctrine in die Geschichte eingehen soll. Er fordert darin alle Länder, die sich von der UdSSR in ihrer Freiheit bedroht sehen, militärisch zu unterstüzen.

Am 17.09.1947 bringt Truman den Fall Korea vor die UN Vollversammlung. Die USA appellieren an die Vereinten Nationen, schnellstmöglich zu prüfen, wann in dem zerrissenen Land Wahlen stattfinden könnten. Die UNO beschließt daraufhin, eine unabhängige UN-Delegation solle in Korea Wahlen und eine Regierungsbildung vorbereiten. Unverzüglich wird eine United Nations Temporary Commission on Korea gebildet und dorthin entsandt. Als die UN-Kommission Anfang Januar 1948 den Nordteil betreten will, verweigert der sowjetische Befehlshaber die Einreise. Die delegierten beschließen, Wahlen nur in dem Teil Koreas abzuhalten, zu dem sie Zutritt haben – also Südkorea.

Der von den USA favorisierte Kandidat für den Posten des Staatsoberhaupts ist der 73jährige Rhee Syngman, ein Asylant, der die Hälfte seines Lebens in den Staaten verbracht hat. Die von der UNO angekündigten Wahlen finden am 10.05.1948 statt. Anders, als die offiziellen Bilder es suggerieren, sind sie weder frei, noch geheim oder demokratisch. Es kommt zu schweren Wahlmanipulationen. Alle linken Parteien sind verboten. Die südkoreanische Polizei verhaftet mehr als 10.000 Personen. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte. In den Großstädten gilt der Ausnahmezustand, doch auch auf dem Land herrscht starke Polizeipräsenz.

Nach den vorgeblichen Wahlen am 25.08.1948 wird in Nordkorea die demokratische Volksrepublik Korea ausgerufen. Zum Regierungschef wird der 36jährige Kim Ilsung erklärt. Bereits am 15.08.1948 war in Seoul die Republik Korea ausgerufen worden. Am selben Tag wird der Wahlsieger Rhee in sein Amt eingeführt.

Rhee Syngman war aktiv in den antikommunistischen Aktionen in den USA, hatte eine österreichische Frau und war Christ. Er hatte in Harvard studiert. Man hatte ihn aufgebaut, wie man auch andere Exilregierungen aufgebaut hat, um sie für den späteren Einsatz in ihrem Land parat zu haben.

Unter seiner Führung entwickelt sich Südkorea immer mehr zu einem autoritären Polizeistaat. In weiten Teilen des Landes herrscht Kriegsrecht. Kim Ilsungs Regierung führt indessen eine radikale Bodenregierung durch. Inklusive Enteignungen und Verstaatlichungen. Der 38te Breitengrad wird zu einer der am schärfsten bewachten Grenzen der Welt, was bis heute andauert und nunmehr die einzige Grenze solcher Art ist.

Nachdem die Sowjetunion und die USA den Großteil ihrer Truppen abgezogen haben, häufen sich die Zwischenfalle an der Demarkationslinie; der heute demilitarisierten Zone.

Die Angst vor einem erneuten weltweiten Krieg führt zu einer Entwicklung bizarrer Szenarien für den Ernstfall. Rhee Syngman und seine Rechtsdiktatur fordern erneut eine Wiedervereinigung Koreas mit allen Mitteln. Seine Regierung baut bereits eine Armee auf; unterstützt von amerikanischen Waffen, Ausbildern und Geld. Nur schwere Waffen werden dem Autokraten verweigert. Doch General McArthur versichert Rhee bei seinem Antrittsversuch: Sollten die Kommunisten es wagen, Südkorea anzugreifen, werde er es verteidigen, wie Kaliforniens Küste.

Im März 1949 bittet Kim Ilsung Stalin erstmals um Zustimmung zu einem Angriff auf Korea, doch der Diktator lehnt ab. Er hält dessen Armee für zu schlecht ausgerüstet. Doch unterstützt er Kim bei der Aufrüstung. Im rohstoffreichen Nordkorea werden massenweise Nutz- und Kriegsfahrzeuge produziert. Die USA richten ihre Aufmerksamkeit auf den großen Nachbarstaat der kleinen Halbinsel. Dort herrscht Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und rechts gerichteten Autokraten. Nach vier Jahren Bürgerkrieg haben Maos Truppen fast ganz China erobert. Die größte der dortigen Schlachten ist beendet und ihr Anführer flieht mit dem Rest seiner Anhänger auf die Insel Taiwan. Maos Sieg in China ist die größte Niederlage der Amerikaner zu Beginn des Kalten Krieges. Am 01.10.1949 ruft Mao Tsetung vom Tor des Himmlischen Friedens die Volksrepublik China aus. Man wollte nun wirklich keinen Quadratmeter Boden mehr an die Roten verlieren und beschloss nun, dem Kommunismus buchstäblich nicht mehr das Schwarze unter dem Nagel zu überlassen.

Moskau, im Dezember 1949. Ein Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion wird abgeschlossen, doch schon von Anfang an herrscht Rivalität zwischen Mao und Stalin. Die sowjetische Führung hatte die chinesischen Kommunisten seit den 20er Jahren massiv unterstützt. Mao war nicht Stalins Favorit gewesen; sein Besuch wurde dreimal verschoben. Doch nun darf der chinesische Genosse Josef Stalin zum 70ten Geburtstag gratulieren.

Kurz nach Maos Besuch kommt ein weiterer Bittsteller nach Moskau; Kim Ilsung. Erneut bittet er um Hilfe und Erlaubnis, einen Krieg gegen Südkorea zu beginnen. Dieses Mal bejaht Stalin sein Anliegen. Die internationale Lage sei sehr zu seinem Vorteil, denn die USA hatte bei öffentlichen Reden kein weiteres, politisches Interesse an Korea gezeigt. Währenddessen treiben die USA ihre Aufrüstung energisch an. Vor allem arbeitete man an Trägerflugzeugen, die durchaus in der Lage dazu sind, Atombomben über weite Strecken zu transportieren. Erste Systeme werden von der Wochenschau stolz präsentiert.

Stalin will auf keinen Fall einen Krieg gegen die Amerikaner; jedenfalls nicht ohne Grund. Wer im Kalten Krieg am längsten zögert, hat verloren, darüber ist sich auch Stalin bewusst.

Auch an Mao nähert sich Kim Ilsung an. Nordkorea erklärt sich solidarisch mit der Volksrepublik China. Auf den Plakaten der Propaganda sind nun nicht mehr nur Kim und Stalin, sondern auch Kim und Mao zu sehen. Bereits während des chin. Bürgerkriegs hatten nordkoreanische Einheiten Maos Truppen unterstützt. Am 13.05.1950 reist Kim Ilsung nach Peking. Stalin hatte eine letzte Bedingung gestellt, um den nordkoreanischen Angriff zu genehmigen – Mao muss zustimmen, den Krieg ebenfalls zu unterstützen.

Stalin sagte ja, aber in seiner weitblickenden Weisheit sagte er einen Satz, der sich als verhängnisvoll herausstellen sollte. Er sagte: „Ich bestimme alles und mache nichts. Ihr führt Krieg, Genossen aus Pyongyang, vorausgesetzt, die Chinesen geben euch die Logistik, den Nachschub und wenn die Sache kritisch wird, übernehmen sie.“ In ihrer Siegestrunkenheit sagte Mao Tsetung seinem Genossen Kim Ilsung alle erdenkliche Hilfe zu und für den Fall, dass die Amerikaner kommen, gab er vor Beginn des Feldzugs schon im Frühjahr 1950 den Blankoscheck. „Ich bin der Bürge. Wenn sich ein asiatisch-amerikanischer Krieg entwickelt. Ich bin der Garant letzter Instanz, dass die Amerikaner von diesem asiatischen Kontinent, auf dem sie nichts zu suchen haben, entfernt werden.“

Am 10.06.1950 gibt Stalin endgültig grünes Licht. Die Angriffe, die der listige Diktator selbst genehmigt, sprechen von Gegenangriffen, um den Eindruck eines Überfalls auf den Norden von Seiten Südkoreas zu erwecken.

Der Krieg beginnt an einem Sonntag, im Morgengrauen des 25.06.1950. Die russische Propaganda stellt die Geschehnisse äußerst erfolgreich als Überfall aus dem Süden dar, gegen den sich die nordkoreanischen Truppen zur Wehr setzen müssen. Seit Mai hätten die Amerikaner an einem Angriffsplan auf Nordkorea gearbeitet und ihn dann mit Hilfe von mehr als 100.000 südkoreanischer Soldaten in die Tat umgesetzt. Um 4 Uhr morgens hatten die Truppen das Feuer eröffnet.

Es ist ein massiver Panzerangriff gewesen, da es sich schließlich bloß um eine 200 Meter lange Demarkationslinie handelt, die hier zunächst zurückgelegt werden musste. 150 Panzer zusammen mit etwa 30.000 Soldaten greifen hier an. Eine amerikanische Besatzung ist im Grunde genommen gar nicht vorhanden, Südkorea ist nicht auf diesen Angriff vorbereitet.

Südkoreanische Soldaten werfen ihre Gewehre weg und laufen um ihr Leben, bis an die südöstliche Ecke der Halbinsel, hinab nach Busan. Dies ist der letzte Brückenkopf, der noch gehalten werden kann – und er wird auch noch gehalten.

Am 26.06.1950 greift Nordkorea Seoul an. Nach zwei Tagen steht der Fall der Haupstadt unmittelbar bevor. Die Regierung wird nach Süden evakuiert. Rhee Syngman appelliert an Truman, seinem Land ausgiebige Hilfe zu gewähren, damit dieser Anschlag auf den Weltfrieden abgewehrt wird. General McArthur telegrafiert nach Washington, dass die Südkoreaner außer Stande seien, diesen Angriff abzuwehren. Dass nur der Feind Panzer und Jagdflugzeuge besitzt, bildet einen schweren Nachteil. Südkoreanische Verlustziffern lassen auf mangelnde Kampfkraft, als auch fehlenden Kampfgeist schließen, sodass ein baldiger, völliger Zusammenbruch vorauszusehen sei.

Das Gemetzel weitet sich nunmehr zu einem Bürgerkrieg aus. Im Verlauf der Gefechte führen auch südkoreanische Truppen Massenerschießungen an angeblichen Kommunisten durch. Niemand weiß genaue Zahlen, wie viele in den Massakern ums Leben gekommen sind. Bis heute sind die Massentötungen des Bürgerkriegs ein Tabu in Korea.

Was man grundsätzlich sagen kann, ist, dass dieser Koreakrieg von Anfang an mit erheblichem Hass geführt worden ist. Vieles deutet darauf hin, dass die Ursache diesen Hasses die fehlende Möglichkeit davor gewesen ist, politische Konflikte auf einem nicht-militärischen Weg auszufechten. Es gibt keine diplomatische Tradition, auf der man das in irgendeiner Weise hätte machen können. Hier geht es vielmehr darum, zu erobern, zu töten und zu herrschen.

Nach einer weiteren Eroberung am 25.07.1950 hatten nordkoreanische Truppen 50.000 Einwohner exekutiert.

In Pyongyangs Propaganda ist von solchen Gräueltaten nicht die Rede. Die Soldaten werden als siegreiche Befreier gefeiert, die dem Land die versprochene Wiedervereinigung bringen. Von den ungeheuren Verlusten ihrer Truppen ahnen die Bürger Nordkoreas nichts. 58.000 Mann fallen in den ersten sechs Wochen des Krieges.

Für Washington ist der Angriff Nordkoreas nur ein Teil des kommunistischen Plans, weite Teile der Welt unter Moskaus Herrschung zu bringen. Kim Ilsung wird offiziell von Truman gewarnt; sein rechtloses Handeln werde nicht toleriert. Der UN-Sicherheitsrat stellt unverzüglich Truppen auf. Eine halbe Millionen Soldaten sollen nach Korea entsandt werden. Doch im September 1950 kontrollieren Kims Streitkräfte bereits nahezu das gesamte Land.

Am 15.09.1950 beginnt eine der riskantesten Landungsoperationen in der Geschichte der Marines; auf rund 260 Schiffen machen sich 70.000 Mann bereit zum Angriff. Um 6:33 Uhr wird das erste Batallion Marines auf Feindesland abgesetzt. Erst neun Stunden später werden die Soldaten Verstärkung erhalten. Douglas McArthur wollte an einem Punkt landen, der kein Strand war, sondern die dazumals befestigte Stadt Incheon. Und nicht nur, dass sie befestigt war, oder dass sie bewaffnet war; sie lag auch auf der Höhe von Felsen, was bedeutet, dass die Verteidiger von oben nach unten kämpften und dass sich die Landungstruppe buchstäblich an Felsen hochhangeln musste, um sich gegen jemanden durchzusetzen, der einen großen Vorteil innehatte. McArthur gelingt, was niemand für möglich gehalten hätte und erreicht die Wende im Koreakrieg.

Kim Ilsung hatte die Warnung seines Verbündeten Mao ignoriert, dass die Amerikaner mit hoher Wahrscheinlichkeit von Incheon aus eine Offensive starten würden. Nun sind es die UN-Truppen, die zu 90% aus US-Soldaten bestehen, denen ein rascher Vormasch gelingt.

Wenige Tage nach ihrer Landung in Incheon marschieren die Einheiten bereits durch die Vororte von Seoul. Dort liefern die Reste der nordkoreanischen Einheiten den US-Truppen noch einen zähen Kampf. 20.000 Mann haben sich nun noch in dem Häusergewirr der Stadt verschanzt. Die Stadt wird eingekreist und Straße für Straße durchkämmt.

Schließlich erreichen die Truppen das brennende Parlamentsgebäude im Herzen von Seoul. Wenige Völker können eine so fürchterliche Befreiung erlitten haben, schreibt ein Kriegsberichterstatter über die Kämpfe. Große Rauchschwaden sind über uns, als ein massives Gebäude in Funkenschauern zerbricht, Rauchberge auspufft und glühenden Schutt auf uns abwirft.

Zehn Tage dauert die verlustreiche Schlacht um die Stadt. Die Gegner kämpfen erbittert.

Bald akzeptieren die Soldaten nur noch die Gefangennahme entkleideter Gegner. Nicht selten zünden scheinbar sich ergebende Nordkoreaner im letzten Moment Handgranaten. Am 28.09.1950 ist Seoul befreit. Zeitgleich gelingt den an der Südspitze der koreanischen Halbinsel eingeschlossenen Truppen der Befreiungsschlag. Busan wird aufgebrochen, es geht bis zum 38ten Breitengrad nach Norden. Dann stehen die Amerikaner vor der nächsten großen Entscheidung – soll diese Grenze überschritten werden?

Die Verfolgung ihres unberechenbaren Gegners bis in sein eigenes Territorium erscheint den Verantwortlichen Militärs nun keinesfalls mehr abwegig. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten sind die Bewohner Seouls in der schwer umkämpften Stadt zwischen die Fronen geraten. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Vor allem die Kinder sind dem Krieg hilflos ausgeliefert. Der Bürgerkrieg macht Hunderttausende zu Waisen… Große Teile der Bevölkerung haben völlig ohne jeden Schutz zwischen den Fronten gestanden und waren in der Regel Opfer. Sowohl des amerikanischen Bombemkrieges, als auch der Massaker von nordkoreanischen Truppen im Süden, als auch der Kriegsführung auf beiden Seiten der Grenze.

Mit der Landung im Rücken der Front hatten die Truppen die Nachschublinie der Nordkoreaner schlagartig durchschnitten. Ihre Armeen sind zersprengt, in Gefangenschaft oder getötet. McArthur drängt auf einen zügigen Vormarsch – auch über die Landesgrenze Südkoreas hinaus.

Am 15.10.1950 landet der US-Präsident auf der Pazifikinsel Wake Island. Eine Woche zuvor haben US-Truppen den 38ten Breitengrad überschritten und rücken nach Norden vor – bis an die Grenze Chinas. Truman traut McArthur offenbar nicht. Er will verhindern, dass die Chinesen eingreifen und bekommt von ihm die Zusicherung, dass China das nicht tun wird.

Am 19.10.1950 haben US-Truppen Pyongyang erobert und stoßen dann an den Yalu vor; dem Grenzfluss zwischen China und Nordkorea. Fast das gesamte Land ist besetzt. Den USA ist an einer möglichst heroischen Interpretation ihrer Siege gelegen und so beauftragt die Navy den Regisseur John Ford, den Vormarsch seiner Landsleute zu filmen.

Doch der Kalte Krieg wird nicht nur an der Propagandafront geschlagen. Zum ersten Mal betreten Kampfverbände des Westens kommunistisches Territorium. Doch den Soldaten bleibt der Sinn des Gefechts, das sie führen sollen, oft fremd. Vielen fällt es schwer, sich mit dem Schicksal des kleinen asiatischen Landes zu identifizieren. Dennoch kämpfen sie sich vorwärts. Zu Hause in ihrem Heimatland stößt der Einsatz im fernen Korea auf äußerstes Unverständnis.

Fünf Millionen Menschen werden bis zum Ende des Krieges auf der Flucht sein. Im Verlauf des Konflikts verliert jeder vierte Koreaner seine Heimat. Die UN-Truppen stehen dem Elend der Bevölkerung größtenteils hilflos gegenüber.

Beim Oberbefehlshaber der UN-Streitkräfte macht sich Siegesgewissheit breit. McArthur ist scheinbar davon überzeugt, die Schlacht gegen den Kommunismus zu schlagen. Schließlich verschwinden die Nordkoreaner. Pyongyang wurde erobert, was bedeutet, dass zum ersten Mal in der gesamten bisherigen Geschichte – selbst bis heute noch – eine westliche Truppe eine kommunistische Hauptstadt erobert hat. Und dann stehen amerikanische Soldaten am Yalu. Die große Frage war, wie die Schutzmächte reagieren würden; China als auch die Sowjetunion.

Erste US-Einheiten erreichen den Yalu am 20.11.1950. Bereits im Vorfeld hatte die chinesische Regierung den USA auf diplomatischem Wege Warnungen zukommen lassen, dass das Überschreiten des 38ten Breitengrades nicht toleriert werden würde. Kim Ilsung hat sich mit seinen Truppen im äußersten Nordwesten des Landes verschanzt. Er sieht keinen anderen Ausweg, als seine Verbündeten zur Hilfe zu rufen. Nun kommt die chinesische Garantie ins Spiel. Damit beginnt die dritte und die furchtbare Phase des Krieges… Im Kern entwickelt er sich zu einem im Kern chinesisch-amerikanischen Kampf, der auf koreanischem Boden ausgetragen wird.

Mao hat seinem Verbündeten Kim eine Armee von 200.000 sogenannten Freiwilligen zur Seite gesellt. Die US-Imperialisten hätten ihren Angriffskrieg blindwütig über die Grenze geschoben, heißt es aus Peking. Hier wird klar, dass McArthurs Annahme, die Chinesen würden nicht angreifen, da sie nur bluffen und der Einsatz verpasst worden wäre, wie er noch am 15.10.1950 seinem Präsidenten gegenüber argumentiert hat, die wohl größte Fehlanalyse in der Geschichte war. Obwohl sich die Gefangennahmen chinesicher Einheiten häufen, leugnet General McArthur weiterhin jede Gefahr eines Eingriffs in den Krieg von Seiten der Chinesen. Am 23.11.1950 befiehlt McArthur die Endoffensive. Zu Weihnachten wären die Jungs wieder zu Hause, lässt der Oberbefehlshaber verlauten.

Doch seine Ignoranz betrifft nicht nur die chinesische Intervention. Auch das subarktische Klima Nordkoreas macht den Truppen zu schaffen. Der winterliche Polarfrost am 40ten Breitengrad erreicht Temperaturen von minus 30 Grad, während dort sibirische Schneestürme toben. Der Befehlshaber der ersten Marinedivison erkennt die bedrohliche Lage; ein solcher Winterfeldzug in den Bergen Nordkoreas ist zu viel verlangt von den amerikansichen Soldaten. Noch immer ahnen die US-Truppen nicht, welche Gefahr sich um sie herum in den Tälern befindet. Zwar treffen sie auch weiterhin auf bewaffnete Chinesen, Aufklärungsmaschinen der Airforce entdecken jedoch jenseits des Yalu kaum Soldaten. Die Chinesen schafften es buchstäblich, unter den Augen amerikanischer Geheimdienstagenten und amerikanischer Yachtbomber, 400- bis 500.000 Mann über den Yalu zu bringen, ohne die Brücken zu betreten. Ohne, dass der Gegner dies überhaupt bemerkt. Auf der anderen Seite warten die Amerikaner siegestrunken; vor ihrer Nase auf einem 30 Meilen langen Streifen etabliert sich eine 400.000 Mann starke Armee, die Nacht für Nacht wächst und auch die ist unsichtbar. Sie haben jenen Vorteil, den die Partisanen seit Jahrhunderten machen; sie sind ortskundig. Und jeder Regenschauer, jeder Busch und jede Schlucht sowie jeder Hohlweg ist ihr Verbündeter. Die anderen sind Fremde. Aber sie sind, wie Mao Tsetung sagte, wie der Fisch im Wasser. Der Kampfplatz ist ihr Element – es ist einer der unglaublisten Vorgänge der ganzen Militärgeschichte, dass man unter den schärfsten Augen einer modernen Armee mehrere hunderttausend Mann über Wochen hin versammelt und diese gänzlich unsichtbar macht.

Auf General McArthurs Befehl beginnen die US-Truppen, das gesamte Gebiet entlang der chinesischen und sowjetischen Grenzen zu besetzen. Das Risiko einer Intervention Chinas nehme er dafür in Kauf, so lässt er es in einem Telegramm nach Washington verlautbaren.

China startet die Offensive am Tag nach Thanksgiving. 300.000 chinesische Soldaten stoßen nun den zweihunderttausend der freiwilligen Armee hinterher. Alle Luftunterstützung ist vergeblich. Die überraschten Truppen sind unvermittelt zum Rückzug gezwungen. Die US-Armee steht vor der schwersten Niederlage ihrer Geschichte.

Der Rückzug gerät zum Debakel. Bald können die Soldaten nicht mehr versorgt werden. Im eisigen Klima der Gebirge sind sie Hunger und Kälte schutzlos ausgeliefert. Chinesische Truppen treiben die Einheiten unerbittlich vor sich her. McArthur konstantiert, dass sie sich einem völlig neuen Krieg gegenüber sehen. Die vorherrschende Kälte ist mörderisch und Hunderte erfrieren. Bald können die Marines ihre Gefallenen nicht einmal mehr begraben.

Alles Material, welches die Truppen nicht mit sich führen können, verbrennen sie. Es soll dem Feind nicht in die Hände fallen. Die Chancen der Verwunderten stehen schlecht. Bei Bluttransfusionen lässt die Kälte das Plasma gefrieren. Ihre Kleidung kann nicht aufgeschnitten werden, da sie sonst erfrieren könnten. Nur wenige überleben den mörderischen Rückmarsch und können evakuiert werden. Die amerikanische Wochenschau stellt den Rückzug als geordnet verlaufende Operation dar. In Wahrheit versuchen die Truppen verzweifelt, die nordkoreanische Hafenstadt Hungnam zu erreichen. Jene Einheiten, die Befehl haben, den Rückzug zu decken, werden dabei beinahe aufgerieben. Was wir bisher erlebten, war der Eingang zur Hölle. Was jetzt kam, war die Hölle selbst. So berichtet ein Marine. Die Tatsachen stehen im Gegensatz zu den Bildern der amerikanischen Propaganda, die einen geschwinden Abmarsch suggerieren. Das Öl der Motoren friert ein, viele Soldaten werden Opfer vom Friendly Fire der eigenen Genossen, die sie für chinesische Einheiten halten.

Erneut trifft die Zivilisten das schwerste Los.

Es ist der längste Rückmarsch der amerikanischen Militärgeschichte, der fortan auch unter dem Namen der „Achten Armee“ bekannt wurde. Unvorstellbare Szenen spielen sich ab, da mehr Soldaten durch das harte Klima erfrieren, als im Kampf umzukommen. In Amerika wird eine Sondersitzung wegen der akuten Gefahr eines Dritten Weltkriegs einberufen. Truman schließt offiziell den Einsatz der Atombombe nicht mehr aus.

Unterdessen erreichen tausende von Flüchtlingen die überfüllte Hafenstadt Hungnam. Sie hoffen verzweifelt auf einen Platz auf den amerikanischen Schiffen. Doch diese sind begrenzt. Die Navy verlädt alles, was an Ausrüstung und Material zu retten ist, auf ihre Transportschiffe. Die Truppen planen, die Stadt und alles, was sie nicht mitnehmen können, kurz nach der Evakuierung zu zerstören.

Am 05.12.1950 erobern nordkoreanische und chinesische Verbände Pyongyang zurück. Anschließend marschieren sie auf den 38ten Breitengrad zu. Die US-Regierung sieht sich in die Enge getrieben. Angesichts der militärischen Lage herrscht Panik unter den vereinten Nationen. Kim Ilsung triumphiert. Ein britischer Kriegskorrespondent berichtet in diesen Tagen, dass jeder Offizier und Soldat der UN-Truppen nur einen Gedanken habe: Wie schnell kommen wir aus diesem Land heraus?

Kim kommen solche Äußerungen für seine Kriegspropaganda gelegen. Wir kämpfen einen gerechten Krieg für die nationale Befreiung, lauten seine Worte. Koreanischer Offiziere erhalten Auszeichnungen und Orden. Die Propaganda geht weiter.

So auch auf der anderen Seite des Globus. Auf einer Ausstellung in Amerika werden neben der Ausrüstung der Armee auch die von den Nordkoreanern erbeuteten Waffen gezeigt. Auch sowjetische Kriegsgeräte sind zu sehen. Vor allem soll die Ausstellung jedoch die technische Überlegenheit des amerikanischen Militärs illustrieren. Doch kann damit nicht übertönt werden, dass die USA gerade einen Krieg verlieren.

Am 15.12.1950 überquert die US-Armee den 38ten Breitengrad erneut. Dieses Mal in Richtung Süden. Truman sieht sich gezwungen, verzweifelte Maßnahmen zu ergreifen. Er verkündet am 16.12.1950 den nationalen Notstand und verbreitet die Worte, dass das Ziel der auf die Welt losgelassenen Aggressoren die Weltherrschaft des kommunistischen Imperialismus sei. Und dass die Verteidigung der USA unverzüglich gestärkt werden müsse.

Die Evakuierung der MArines aus Nordkorea wird am 24.12.1950 abgeschlossen. Die von General McArthur großspurig angekündigt Home by Christmas Offensive ist nur noch Makulatur.

Im Januar 1951 befinden sich die Truppen nach wie vor auf dem Rückzug durch Südkorea. Im Konflikt um Korea offenbaren isch die Fronten des Kalten Kriegs: Hinter der kommunistischen Intervention steht die Sowjetunion. Die UN-Kampftruppe besteht überwiegend aus Amerikanern. Mehr als Dreiviertel der gefallenen Soldaten sind bis dahin noch keine 25 Jahre alt. Von der US-Regierung müssen harte Entscheidungen gefällt werden. Angesichts dieser größten bisherigen Niederlage kam es dazu, dass zwangsläufig der Druck zum Einsatz der Atombombe immer höher stieg. Nun stand Truman, der Mann, der den Abwurfbefehl auf Hiroshima und Nagasaki gegeben hatte, zum zweiten Male vor der Situation, einen Krieg siegreich zu beenden, aber um welchen Preis?

Auch den offiziellen Kriegseintritt der Sowjetunion will Truman unbedingt verhindern. Hinter dem Konflikt in Korea lauert nach wie vor die latente Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Seit dem 31.12.1950 läuft zudem eine neue Großoffensive seitens der chinesischen Armeen.

Der US-Stützpunkt in Busan wird für tausende Flüchtlinge zum sicheren Hafen.

Am 04.01.1951 erobern die kommunistischen Truppen erneut Seoul. Der Oberbefehlshaber McArthur fordert den Einsatz der Atomwaffe und damit die Ausweitung des Krieges auf das Festland China und die Bombardierung seiner wichtigsten Städte. 35 zu zerstörende Ziele wurden von ihm gefordert.

Indessen gehen die Meinungen in Washington stark auseinander. Die einen sagen, dass das die größte Falle sei, die ihnen Stalin bislang gestellt habe. Zudem könnte man nicht noch einmal eine Bombe solchen Ausmaßes gegen Asiaten einsetzen – es sei denn, Mao und Stalin wollen den großen Krieg. Diesen wünschen sämtliche Kriegsführende natürlich vermeiden. Einschließlich der US-Regierung.

Im Kampfgebiet abgesprungene US-Sanitäter versorgen Verwundete. Seit dem 25.01.1951 läuft die UN-Großoffensive Operation Thunderbolt. Unter schweren Verlusten ergreifen die Truppen erneut die Initiative. Die Feldlazarette sind überfüllt. Nach den folgenden erfolgreichen Operationen Killer und Ripper Ende Februar und Anfang März wird Seoul schließlich zurückerobert. Trotz der erfolgreichen Offensiven fordert McArthur weiterhin öffentlich den Einsatz der Atombombe.

Schließlich hat der US-Präsident am 20.03.1951 seine Entscheidung gefällt. Für Truman ist klar, dass der Konflikt beendet werden muss. Er teilt McArthur mit, dass er beabsichtige, Ersatzverhandlungen einzuleiten. McArthur schießt sich selbst ins Aus, indem er darauf beharrt und den Präsidenten mit der Frage in die Enge treibt, ob sie für den Sieg oder den Verlust in Korea wären. Truman nennt dies eine Subordination; schließlich sei nach wie vor der Präsident oberster Befehlshaber. Am 11.04.1951 entlässt er daraufhin den einzigen Fünf-Sterne-General der amerikanischen Armee. Zu seinem Nachfolger bestimmt er Mathew Richway. Dieser hatte Ende Dezember bereits das Kommando über die Achte Armee übernommen.

Trumans Entscheidung steht fest: Keine Atombomben auf die chinesischen Genger.

Am 10.07.1951 beginnen in Kaeseong erste Verhandlungen um die Bedingungen für einen Waffenstillstand in Korea. Die Vorbereitungen der Gespräche gestalten sich schwierig. Bereits die Festlegung der Tagesordnungspunkte führt zu ersten Differenzen.

Die UNO-Delegation führt US-Vizeadmiral Charles T. Joy. Einen Monat zuvor hatte der sowjetische UN-Botschafter Malik signalisiert, dass auch die Sowjetunion einen Waffenstillstand zum frühestmöglichen Zeitpunkt wünsche. Zwar leiten nordkoreanische Delegierte die Verhandlungen; tonangebend sind jedoch chinesische Generäle.

Die internationale kommunistische Propaganda stellt die Gespräche als Kapitulationsangebot seitens der UN-Truppen dar. Nach sechs Wochen gehen die Parteien auseinander, ohne den geringsten Konsens gefunden zu haben. Auch die Gespräche, die zwei Monate später am 25.10.1951 beginnen, werden erfolglos abgebrochen.

Am 07.05.1952 werden die Waffenstillstandsverhandlungen schließlich ganz ausgesetzt.

Der Koreakrieg tritt in eine neue Phase.

Den gesamten Krieg über war der Einsatz einer Atombombe eine Option. Es schwebte nonstop über der Situation. Doch es war nicht die einzige, sondern nur eine von zweien, wovon letzten Endes die zweite zum Einsatz kam. Ein Stellungskrieg. Zwei in etwa gleichstarke, konventionelle Bodenverbände stehen sich gegenüber. Der Krieg friert fest, aber hört nicht auf. Aus einem Bewegungskrieg wird nun ein Verschleißkrieg. Während sich die Gespräche über ein halbes Jahr ergebnislos hinziehen, sterben Tausende in einem sinnlosen Grabenkrieg am 38ten Breitengrad. Zugleich wird der Luftkrieg gegen Nordkorea noch einmal verstärkt.

Das von der UN sanktionierte, intensive Bombardement soll den Druck auf die Gegner erhöhen und sie zu Zugeständnissen zwingen. Am 29.08.1952 fliegen die US Verbände ihren größten Luftangriff auf Pyongyang. 1403 Bomber zerstören die Stadt vollständig. Verhältnismässig wenig Militärtruppen sterben hier; auf amerikanischer Basis etwa 40.000 Soldaten, auf der anderen Seite Millionen – und hier zum größten Teil Zivilisten. Aus jener Phase stammen auch die meisten zivilen Opfer des Krieges. 18 von 24 großen Städten sind völlig dem Erdboden gleichgemacht woden. Augenzeugen beschreiben das bombardierte Nordkorea später als Mondlandschaft aus glühender Asche. Dieser Luftgriff ist der intensivste und tödlichste in der Militärgeschichte, von dem man heute weiß. Vorangegangene Luftangriffe gegen Deutschland oder Japan weisen in der Regel eine Verlustquote von 1 bis 1,5% auf. Selbst solche Operationen wie jene auf Hamburg 1943 oder Dresden 1945 erzielen Quoten, die nicht über 7% gestiegen sind. Das bedeutet, dass 93% selbst der Bevölkerung von Hamburg sowie Dresden dieses Martyrium heil überstanden haben. Die Gesamtquote der nordkoreanischen Bevölkerungsverluste beträgt zwischen 20 und 25% der Zivilbevölkerung. Dies bedeutet, dass von einer Bodenbevölkerung Koreas von 7 Millionen Menschen zwischen 2 und 2,5 Millionen den Angriffen zum Opfer fielen. An die 450.000 Tonnen Bomben wirft die Airforce im Verlauf des Krieges über Korea ab.

Kampfflugzeuge werden mit Napalmbombe ausgestattet. Aus niedriger Höhe abgeworfen, lassen die Bomben ganze Landstriche in Flammen aufgehen. Von der Wirkung eines Treffers dieser Bomben machen sich die Piloten bis dahin keinen  Begriff. Napalm wird bald zum Motiv des qualvollen Todes…

Die Zielsetzung dieser Waffen ist ein nicht zu löschendes Feuer. Doch man sollte hier bedenken, dass auch Menschen von dem Napaln getroffen worden sind. Es führt zu einer für den Organismus des Menschen nicht mehr zu behandelnde und meist tödliche Verletzung. Dies kann schon durch einen winzigen Spritzer aus dem Napalmkanister geschehen. Jeder, der sich in der Nähe einer solchen Explosion befindet, wird von einer klebgrigen Substanz bezogen, die kaum abwaschbar ist. Der unlöschbare Kampfstoff brennt mit etwa 1200°C Hitze.

1980 wird Napalm schließlich als unmenschliche Waffe geächtet und verboten.

70.000 Tonnen werfen die Luftstreitkräfte während des Koreakrieges über dem asiatischen Land ab. Auch Seoul gleicht nur noch einem Ruinenfeld. Die beinahe 3000 Jahre alte Stadt ist nahezu ausgelöscht. Kein Atomschlag in Europa hätte destruktiver ausfallen können, als die dreijährigen Luftangriffe in Korea. Spuren einer tausende Jahre alten Zivilisation wurden nahezu ausradiert, wie kein Land während dem Zweiten Weltkrieg pulverisiert worden ist.

Tag und Nacht fliegen die Piloten ihre Around the Clock Raids. Den Kriegsalltag auf den belandenden Schiffen halten die Amerikaner erneut durch ein Filmteam auf Band fest. Im Auftrag der US-Regierung wird ein Film namens This is Korea gedreht, der in Amerika für Sympathie dem Koreakrieg gegenüber sorgen soll. Doch er ist ein Flop. Der Kinofilm spielt nicht einmal die Produktionskosten ein.

Am 38ten Breitengrad setzt sich der Grabenkrieg weiter fort, obwohl keine klaren Gebietsgewinne verzeichnet werden können. Die Verluste auf beiden Seiten, die im Herbst des Jahres 1951 in den blutigen Hügelschlachten zu verzeichnen sind, fallen extrem hoch aus. Von den Truppen der Vereinten Nationen fallen 60.000 Mann. Jeder dritte ist Amerikaner. Die kommunistischen Verbände verlieren das Vierfache; knapp 240.000 Soldaten.

1952 finden in Amerika Wahlen statt. Eisenhower wirbt damit, diesen sinnlosen Krieg zu beenden und gewinnt damit die Wahlen. Er und sein Kabinett setzen alles daran, den Krieg schnellstmöglich zu beenden. Er und sein Vizepräsident Nixon sowie der Außenminister Dallas verfolgen eine ganz neue Strategie. Eine Ausweitung des Krieges mit massivem als auch strategischem Einsatz von Atomwaffen solle stattfinden. Die Stabschefs schlagen vor, den Krieg auf China auszuweiten. Über die Möglichkeit eines daraus resultierenden Dritten Weltkriegs ist man sich im Klaren.

Eisenhower lässt durchsickern, dass er im Gegensatz zu seinem Vorgänger durchaus dazu bereit sei, Atombomben zum Einsatz zu bringen. Atomtests in den Wüsten von Nevada finden statt. US-Soldaten werden bewusster Strahlung ausgesetzt, um deren Wirkung auf feindliche Streitkräfte zu studieren.

Bereits am 01.11.1952 haben die USA ihre erste Wasserstoffbombe gezündet. Ivy Mike ist tausendmal stärker, als die Atomexplosion in Hiroshima.

Am 05.03.1953 trifft es die Welt dann wie ein Schock – Josef Stalin ist tot. Molotow zeigte an, dass unter diesen Krieg ein Schlussstrich zu setzen war und man nicht daran denken würde, die eigenen Soldaten weiter zu munitionieren und dass man sich bei den Friedensverhandlungen nachgiebig zu zeigen hätte, sowie dass die Sowjetunion fortan eine Zeit lang mit sich selbst zu tun hätte. Mao sieht sich zum Einlenken gezwungen. Nicht nur haben die USA zu erkennen gegeben, dass sie vor einem großen Krieg nicht mehr zurückschrecken würden, auch Maos Erzfeind Kaishek würde durch sie nicht mehr von einer Invasion Chinas abgehalten.

Am 30.03.1953 werden die Waffenstillstandsverhandlungen wieder aufgenommen. Zu der Zeit gab es ungefähr 100.000 Kriegsgefangene und davon waren ungefähr 14.000 Chinesen. Jeder vierte von diesen sträubte sich dagegen, in sein eigenes Heimatland zurückzukehren, sondern wollte in einem Land seiner Wahl bleiben; am liebsten im Westen. Das widersprach nun dem ganzen Befreiungsansatz des kommunistischen Krieges. Doch durch die Genfer Konvention waren die Amerikaner explizit dazu angehalten, sie in ihr Vaterland zurückzugeleiten. Nachdem allerdings kein Meter auf beiden Seiten in diesem Krieg gewonnen worden war, hatte man letzten Endes einen moralischen Sieg dadurch erfochten, dass selbst der Gegner nicht in sein Land zurück, sondern in den freien Westen überlaufen wollte. Auf diesen Erfolg wollte man nicht verzichten und stellte sich in diesem Punkt stur.

Der südkoreanische Präsident Rhee Syngman will sich den Gesichtsverlust der Kommunisten zu Nutze machen. Mit allen Mitteln versucht der Autokrat, die Pläne der Vereinten Nationen zur Annäherung der Kriegsgegner zu vertreiben.

Rhee fürchtet sich vor einer Vertreibung von seiner Position als Staatsoberhaupt, die er durch einen Waffenstillstand in Gefahr sieht. Er befürchtete, dass der Krieg erneut von vorne beginnen würden, sobald die UN-Truppen abziehen würden. Ein bekanntes Zitat von ihm ist, dass sie Selbstmord begehen würden, wenn sie dies unterschrieben.

Es ist bekannt, dass er Nordkoreaner bereits vorher freigelassen hat. Bereits vor dem Waffenstillstand hat er so mehrere tausende Personen aus den Arbeitslagern befreit, damit sie in Südkorea bleiben können, wenn sie wollen. Er hofft darauf, dass seine eigenmächtige Handlung die Kommunisten dazu provozieren würde, den Verhandlungstisch zu verlassen. Doch die Freilassung der 26.000 Kriegsgefangener hält das Ende der Kampfhandlung nicht mehr auf.

Schließlich einigt man sich darauf, die Gefangenen in ein Land ihrer Wahl zu entlassen. Auch die neuen Landesgrenzen Nord- und Südkoreas sind schnell festgelegt. Der 38te Breitengrad wurde als Demarkationslinie, die demilitarisierte Zone, aufrechterhalten. Hier treffen beide Welten aufeinander, aber beschießen und bekriegen sich nicht. Stattdessen stehen sie dort und hüten in Frieden ihre Imperien. Ein Gleichgewicht des Schreckens; ohne Blut und ohne Tote. Die Unterzeichnung des Waffenstillstands findet in einer Baracke statt, die inmitten jenes entmilitarisierten Streifens liegt. Feindseligkeiten auf beiden Seiten des Verhandlungstisches scheinen noch immer unüberwindbar. Es gibt keinen Frieden, bloß Waffenstillstand.

Am 27.07.1953 um Punkt 15:30 Uhr meldet Richways Nachfolger General Mark Clark den Vollzug der Unterzeichnung nach Washington. 12 Stunden später schweigen die Waffen in Korea.

Drei Jahre Krieg enden ergebnislos.

Die Einheit Koreas schwillt weiter. Auch, wenn die Waffen schweigen. Waffenstillstand hieß eben auch, dass es keine Verhandlungen über Frieden geben konnte, sondern ein Einmauern; genau das ist die Grenze auch, wenn man heute einen Blick darauf wirkt. Während der Kalte Krieg global eigentlich zu Ende gegangen ist, herrscht er hier noch.

Auch nachdem der eiserne Vorhang im Rest der Welt gefallen ist, ist die Grenze, die das Land in Nord- und Südkorea teilt, noch immer undurchdringlich. Die Demarkationslinie ist noch immer die am schärfsten bewachte Grenze der Welt.

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Barbara

Hi, ich bin der Admin & Inhaber von ansoko. ^-^v Zuständig für das Coding, Grafiken, Seitenaufbau und Recherche sorge ich dafür, dass hier alles funktioniert und ihr regelmäßig tolle Beiträge zu lesen bekommt!

1 Comment

  1. naddel 23. November 2016 at 0:44 -  Antworten

    Wow, HAMMER! Ich hab noch nie so viel Backgroundwissen über das alles auf einmal gefunden. Grosse Klasse wie du das gleich ausweitest das man die Entstehubg dazu versteht wie es dazu denn gekommen is. Ich hoffe auf mehr solche Beiträge und zieh den Hut vor dir. Wahnsinn, echt! *^*

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